Der letzte Polizist – Ben Winters

letzte polizist

(c) Heyne Verlag

‚Wieder ein Hänger!‘ denken alle, außer Detective Henry Palace. Ihm kommt die Sache komisch vor, auch wenn es stark nach Selbstmord aussieht. Und das wäre in Zeiten der Apokalypse auch nicht direkt abwegig.

Seit feststeht, das in Kürze der Asteroid 2011GV1, auch Maia genannt, auf der Erde einschlagen wird und nur noch der genaue Ort berechnet werden muss, häufen sich die Selbstmorde. Warum also sollte dieser hier keiner sein? Henry lässt die Sache jedoch nicht los und so macht er sich auf eigene Faust daran, die Sache aufzuklären. Ein Vorhaben, dass sich als nicht gerade einfach herausstellt, denn er ist offensichtlich so ziemlich der Einzige, der noch seiner Arbeit nachgeht. Um ihn herum ist die Gesellschaft längst in Auflösung begriffen. Wer sich nicht erhängt, erschießt oder im Drogenrausch abdriftet, der beschäftigt sich beispielsweise mit Aktmalerei in der Provence, segelt um die Welt oder fährt NASCAR-Rennen. Denn wenn das Ende naht, macht jeder das, was er schon immer mal machen wollte.
Für Henry Palace ist das: Verbrechen aufklären. Denn damit ist sein größter Wunsch in Erfüllung gegangen – er ist ein Detective in der Abteilung Erwachsenenkriminalität. Und das trotz seines jungen Alters und der fehlenden Erfahrung. Der Asteroid macht’s möglich.

Und genau das tut er dann auch, alleine zwischen lauter Verrückten, Depressiven, Jesus-Freaks und langsam abdriftenden Kollegen. Das ist eine ebenso unterhaltsame wie spannende Lektüre und am Ende ist es dann doch nicht so, wie man dachte.
Dieser Krimi, auch wenn er im Prinzip ein klassischer ist (Leiche-> Wer war’s?) hat halt eben das gewisse Etwas. Und das heißt hier: Apokalypse.

‚Der letzte Polizist‘ war eher eine Zufallsentdeckung; klang ganz interessant, stand dann aber lange ungelesen im Regal. Zu Unrecht! Umso mehr freute ich mich gerade, als ich entdeckte, dass Mr. Ben Winters sogar noch zwei Fortsetzungen geschrieben hat.

Hell yeah! Apokalypse now!

 

Bibliografisches:

ISBN 9783453534513

Erschienen im Heyne Verlag, Dezember 2013
Aus dem amerikanischen Engllisch übertragen von Peter Robert
Originaltitel: The Last Policeman
349 Seiten, kartoniert

€ 8,99

Auch erhältlich als ebook und in der englischen Originalausgabe. Auf Englisch auch schon zu haben: Countdown City (Pt.2) und World of Trouble (Pt.3).
(Die Links gehen hier mal alle zum ebook, da da wenigstens Bild und Beschreibung eingebunden sind. Gibt’s aber auch auf Papier.)

 

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Kategorien: Krimi, Nordamerikanische Literatur, Science Fiction, Thriller | Schlagwörter: , , , , , , , | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Der letzte Polizist – Ben Winters

  1. Das klingt mal nach einem interessanten Setting. Definitiv ein etwas anderer Rahmen für einen Krimi! Und der Titel scheint hier mal wirklich Bedeutung zu haben. Macht Appetit!

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