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Über il_libraio

Ausgebildeter Buchhändler & Leser

Spieglein, Spieglein – wie war das noch?

spiegel

(c) Goldmann

Dieses Buch hat mich kürzlich richtig begeistert. Der Klappentext war nicht sonderlich aussagekräftig, doch irgendwann nahm ich es zur Hand, weil ich gerade auf nichts anderes Lust hatte, und wie sich das gelohnt hat!

Das Buch erzählt in drei Teilen die Geschichte eines Mordes, der zum Zeitpunkt der Erzählung ca. 20 Jahre zurück liegt. Der erste Teil beginnt damit, dass ein Literaturagent ein Manuskript bekommt, das die Geschichte des Mordes aus Sicht eines der Beteiligten erzählt. Es erzählt allerdings nur die Vorgeschichte und bricht genau in dem Moment ab, als dann wirklich was passieren soll. Und jetzt?
Der Literaturagent macht sich auf die Suche nach anderen Beteiligten, doch jeder von denen hat seine eigene Version der Geschichte. Der zweite Teil ist aus Sicht einer Studentin des damals ermordeten Professors erzählt, die eng mit diesem zusammengearbeitet hat und eine etwas undurchschaubare Beziehung zu ihm pflegte.
Und schließlich kommt ein Polizist ins Spiel, der damals mit dem Fall betraut war und nun aufgrund der Informationen des Manuskripts sich erneut mit dem Fall befasst und tatsächlich auch neue Schlüsse zieht.

Jeder der Beteiligten hat hier seine eigene Version der Geschichte und man kann schwer sagen, ob sich der verhängnisvolle Abend wirklich eins zu eins so zugetragen hat, wie behauptet wird, oder ob es sich vielmehr um Lügen oder gar ‚geschaffene Erinnerungen‘ handelt, ein Gebiet, auf dem der getötete Professor geforscht hat und zu dem nun die ehemalige Studentin ein Buch veröffentlicht hat.

Ist der Mord nun am Ende aufgeklärt, oder ist alles noch undurchschaubarer als am Anfang? Was wahr ist und was falsch, darüber müsst ihr euch selbst ein Bild machen. Wenn es euch denn gelingt. Gelungen ist auf jeden Fall dieses unglaublich gut konstruierte Buch von Chirovici, das mit Spannung, cleverem Plot und flüssiger Sprache glänzt.

Hier gibt’s noch die passende Anschlußlektüre 😉 :
Julia Shaw – Das trügerische Gedächtnis

shaw

(c) Hanser

E.O. Chirovici – Das Buch der Spiegel (Leseprobe)

ISBN 9783442314492
eISBN 9783641194963

Erschienen im Goldmann Verlag, Februar 2017
Aus dem Englischen übertragen von Werner Schmitz und Silvia Morawetz
Originaltitel: The Book of Mirrors

Kategorien: Belletristik, Britische Literatur, Englische Literatur, Krimi | Schlagwörter: , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Eine Liebeserklärung

Eine Huldigung von Caterina an den großartigen Liebeskind Verlag, der auch eines meiner Lieblingskinder unter den Verlagen ist:

SchöneSeiten

Abertausende Bücher werden jedes Jahr veröffentlicht. Alle sechs Monate, im Frühjahr und im Herbst, verschicken die Verlage ihre Programmkataloge mit Dutzenden Neuerscheinungen, ich bin fleißig und gehe sie allesamt durch, tagelang, zunächst noch freudig aufgeregt, dann schon bald ermattet. Ich notiere mir den einen oder anderen Titel, aber ehe ich sie kaufe und schließlich auch lese, vergehen Monate, gar Jahre, ich warte auf die richtige Stimmung oder auf die Meinung der anderen, und vieles erledigt sich mit der Zeit von selbst. Nur bei einem Verlag ist das anders: Liebeskind. Kaum sind die Bücher da, landen sie auf meinem Nachttisch, in meiner Hand, in meinem Kopf; um sie führt kein Weg herum.

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Über den Ozean in eine neue Identität

taucher.jpg

(c) Aufbau Verlag

Wer von uns wünscht sich nicht manchmal, einfach aus seinem Leben zu verschwinden und ein ganz neues, ganz anderes anzufangen? Aus allen Zwängen und Verpflichtungen ausbrechen und einfach das machen, was man schon immer mal machen wollte…

Mit diesem Thema haben sich ja schon einige Autoren beschäftigt, auf positive, wie negative Weise. Als ich mit Vendela Vidas Buch begann, kam mir eine der Episoden aus Daniel Kehlmanns ‚Ruhm‘ ins Gedächtnis.
Da wie hier reist eine Frau in ein Land, in dem sie fremd ist, in dem sie sich nicht auskennt. Beide verlieren auf die eine oder andere Art ihre Dokumente und Dinge die sie in den Augen der heutigen Gesellschaft zu der Person machen, die sie seit ihrer Geburt sind. Pass, Kreditkarten etc., die Bürden der Welt.

Doch wo Kehlmanns Geschichte den denkbar negativsten Ausgang der vollkommenen Verlorenheit nimmt, begreift die Frau in Vidas Roman genau das nach und nach als ihre große Chance auf einen Neubeginn. Gekommen ist sie nach Casablanca um Abstand zu gewinnen von ihrer Beziehung, in der etwas ganz gräßlich schief gelaufen ist – wir erfahren im Laufe des Buches das ganze Ausmaß dieser persönlichen Krise.
Sie ist hierher gekommen um sich selbst zu finden – davon künden ja mittlerweile unzählige Ratgeber in den Buchhandlungen – und muss feststellen, dass es vielleicht nicht die bisherige Person ist, die ihr selbst finden will, sondern dass sie gewissermaßen zu einer komplett anderen Person werden wird. In den staubigen, verstopften Straßen von Casablanca (der Reiseführer rät: Das erste, was man bei der Ankunft in Casablanca tun sollte, ist, Casablanca verlassen.) kommt mit ihren Dokumenten auch ihr altes Ich abhanden. Der Verlust der offiziellen Identität als Chance zur Schaffung einer neuen, besseren, idealeren.

Ist es das, was wir uns eigentlich alle heimlich wünschen? Vendela Vida impliziert das gekonnt, indem sie den Roman komplett in der 2. Person Singular schreibt uns damit uns selbst direkt anspricht.
Leicht und unterhaltend geschrieben, versuchte ich doch immer wieder mich in die junge Frau hinein zu versetzen: was würde ich in ihrer Lage tun? Fremdes Land, kein Pass, keine wie auch immer gearteten Dokumente, die sagen, wer ich bin, wer ich sein soll. Das große Thema der Agentenliteratur: untertauchen. Hier einmal durchexerziert für den Otto-Normalbürger. Abtauchen und mit neuer Identität wieder auftauchen.

Wünschst du dir das nicht auch manchmal? Auf nach Casablanca!

ISBN 9783351036294

Erschienen im Aufbau Verlag, Februar 2016
Aus dem Englischen übertragen von Monika Blank
Originaltitel: The Diver’s Clothes Lie Empty
252 Seiten, gebunden

€ 19,95

 

Kategorien: Aufbau, Belletristik, Nordamerikanische Literatur | Schlagwörter: , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bücher über Kunst

Manchmal braucht man ja Bücher zu einem ganz bestimmten Thema. Da mich gerade Dominic Smith‘ ‚Das letzte Bild der Sara de Vos‘ sehr begeistert hat, in dem es um eine niederländische malerin im späten 17. Jahrhundert geht, hier weitere mir bekannte Bücher, die sich mit Kunst beschäftigen – nur fix mit dem Klappentext:

bacon

(c) Deuticke

Bei einer Ausstellung im Kunsthistorischen Museum in Wien sieht Arthur Valentin, der seit Monaten erfolglos über die Trennung von seiner Frau Isabel hinwegzukommen versucht, erstmals Werke von Francis Bacon. Die Darstellung von Schmerz und Leidenschaft im Werk des Malers fasziniert ihn. In der Tate Gallery in London entdeckt er zufällig seine Exfrau in Begleitung seines Widersachers und kommt dabei einem geplanten Kunstraub in der Speicherstadt in Hamburg auf die Spur … Ein Liebes-, Kunst- und Spannungsroman über kriminelle Leidenschaften – blendend erzählt, intelligent und überaus unterhaltsam.

 

 

 

 

weynfeldt

(c) Diogenes

Ein wohlhabender Junggeselle, der sich von der Liebe nichts mehr verspricht. Eine schöne junge Frau mit schillernder Vergangenheit. Ein Bild und sein Preis. Eine Auktion, die die Kunstszene in Aufruhr versetzt – und einige Zukurzgekommene, die teilhaben wollen am großen Geld.

 

 

 

 

 

 

 

himmel

(c) S.Fischer

Bologna, 1508: Es ist die Zeit der Renaissance. Der achtjährige Aurelio erblickt in einer Kirche in Bologna einen Engel aus Marmor. Beeindruckt von dessen Schönheit, will auch er Bildhauer werden. Er beschließt, beim größten Künstler seiner Zeit in die Lehre zu gehen: Michelangelo Buonarroti. In Rom erwartet ihn eine Welt, wie er sie bisher nicht kannte: Kunst und Kultur stehen in höchster Blüte, das Leben pulsiert in den Straßen und auf den Plätzen, herrschaftliche Paläste und prächtige Kirchen zieren das Stadtbild. Doch es gibt auch Schattenseiten: Die Pest wütet unter der Bevölkerung, Bettler und Kurtisanen bevölkern die Straßen. Tatsächlich nimmt Michelangelo den Jungen als Gehilfen in seiner Werkstatt auf. Gerade hat er vom Papst den Auftrag bekommen, die Decke der Sixtinischen Kapelle neu auszumalen. Widerwillig macht sich der Bildhauer ans Werk, schließlich gilt seine Leidenschaft dem Marmor. Doch je weiter das Fresko voranschreitet, desto mehr kostet es seinen Meister an Lebenskraft. Denn in der Nacht erschafft er an einem geheimen Ort, in weißen Marmor gehauen, die Frau, die es nicht geben darf: die Kurtisane des Papstes.

 

soutine

(c)Wallstein

Chaim Soutine, der weißrussisch-jüdische Maler und Zeitgenosse von Chagall, Modigliani und Picasso, fährt am 6. August 1943 in einem Leichenwagen versteckt von der Stadt Chinon an der Loire ins besetzte Paris. Die Operation seines Magengeschwürs ist unaufschiebbar, aber die Fahrt dauert aufgrund der Umwege – um die Kontrollposten der Besatzungsmacht zu meiden viel zu lange, nämlich 24 Stunden. In einem Strom bizarrer Bilder, die der verfolgte Maler im zeitweiligen Morphin-Delirium vor sich auftauchen sieht, erzählt der Roman halb historisch, halb fiktiv Episoden aus Soutines Kindheit in Smilowitschi bei Minsk, die ersten Malversuche in Wilna, den beharrlichen Traum von Paris, der Welthauptstadt der Malerei. Er beschwört die unwahrscheinliche Freundschaft mit Modigliani, den plötzlichen Erfolg und das Ende der goldenen Pariser Jahre. Der Maler, der an die Macht der Milch als einziges Heilmittel glaubt, fährt aber auch in ein „weißes Paradies“, eine Mischung von Klinik und Gefängnis, in der es zu merkwürdigen Begegnungen und Ereignissen kommt. Ein mysteriöser „Gott in Weiß“ erklärt ihn für geheilt, verbietet ihm aber das Malen. Doch in einem Paradies ohne Malerei ist dem Künstler nicht zu helfen. Er beginnt heimlich wieder zu malen und ist bereit, dafür den geforderten Preis zu zahlen.

 

ultramarin

(c) S.Fischer

Gent 1431: Der Maler Jan van Eyck braucht für seine Arbeit am Genter Altar das Pigment Ultramarin. Das jedoch ist in ganz Flandern nicht zu kriegen, da es nahezu unerschwinglich ist. Nur der Neffe seines Auftraggebers, Adrian Borluut, ein verkrachter Medizinstudent, sieht im Handel mit Ultramarin eine Chance, sich etwas aufzubauen. Er macht sich auf die Reise nach Venedig. In Esslingen lernt er den Apotheker Christoph Appenteker kennen, der sein Geschäftspartner wird. Als dieser mitsamt dem Geld spurlos verschwindet, macht Adrian sich mit dessen Tochter Catharina auf eine gefahrvolle Suche, nach der nichts in ihrem Leben mehr so sein wird wie zuvor.

Ihr kennt bestimmt noch mehr, fühlt euch frei, die Liste in den Kommentaren zu ergänzen 😉

 

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Kunst oder Liebe: Falsch, fälscher, Fälschung

vos

(c) Ullstein

In letzter Zeit läuft es nicht so rund mit der Lektüre; ich breche erstaunlich viele Bücher ab, die mir vorher absolut lesenswert erschienen. Zwei Bücher lese ich bereits seit März in kleinen Häppchen (Austers 4321 und Wulffs Humboldt-Biografie); vielleicht auch daher stockt es auch hier im Blog. Doch manchmal ist doch was dabei, man mag es schon fast nicht glauben.

Sehr gemocht habe ich zuletzt ‚Das letzte Bild der Sara de Vos‘. Viele mag das Buch abschrecken, geht es doch um Kunst, Malerei um genau zu sein. So richtig hat mich der Klappentext auch nicht überzeugt, doch machte mich das grandiose Cover neugierig, welches nur richtig zur Geltung kommt, wenn man das Buch in der Hand hat – no offense.

Ich fing einfach an zu lesen und die Geschichte kann wirklich was, ignoriert mal den Klappentext – da hat sich der Verlag in meinen Augen keinen Gefallen getan. Der Plot setzt sich aus drei Zeitebenen zusammen und springt zwischen diesen immer wieder hin und her.
Wir starten im New York der späten 50er Jahren: Marty de Groot entdeckt eines Tages zufällig, dass das Gemälde über seinem Bett, ein Erbstück, dass schon seit über 300 Jahren in der Familie ist, gegen eine sehr gut gemachte Fälschung ausgetauscht wurde. Zuerst fühlt er sich beinahe erleichtert, war doch das Motiv eher düster und lag wie ein Schatten über seinem Leben. Doch dann packt ihn doch der Ehrgeiz und er will das Gemälde zurück. Mit Hilfe eines Detektivs macht er sich auf die Suche und stößt tatsächlich bald auf eine Spur, wenn auch nicht die der Diebe, sondern die der Fälscherin, einer jungen Kunststudentin.

Es wird jetzt parallel vom Leben und Schaffen der Malerin eben jenen Gemäldes erzählt, der titelgebenden Sara de Vos, die eine der ersten Malerinnen war, die in den Niederlanden des 17.Jahrhundert der entscheidenden Gilde beitreten durfte und demnach auch Bilder offiziell verkaufen konnte. Wir lernen sie kurz vor dem Erschaffen des Gemäldes kennen, als sie durch einen Schicksalsschlag plötzlich vor dem Aus steht.

Und schließlich bringt uns der dritte Erzählstrang beinahe in die Gegenwart: im Jahr 2000 soll eben jene Fälscherin, jetzt als Kuratorin bei einem großen Museum in Sydney angestellt, eine Ausstellung zu niederländischen Malerinnen des 17.Jahrhunderts organisieren und hier ist es, das die Vergangenheit sie einholt. Es sind zwei identische Gemälde auf dem Weg nach Sydney, das Original und die von ihr vor über 40 Jahren angefertigte Fälschung.

Dominic Smith erzählt das alles so dicht, dass er mich im Gegensatz zu derzeit vielen anderen bis zum Schluß in den Bann der Geschichte zog. Das Buch mag keine weltbewegende Hochliteratur sein, nein eigentlich ist es etwas viel besseres, es ist grandiose Unterhaltung, ein für mich perfekter Mix aus Privat-Eye-Story in den späten 50ern mit einer Prise Mad Men (de Groot ist Anwalt und bewegt sich sicher in ähnlichen Kreisen wie Don Draper), historischem Roman der Lust macht auf die düster-schönen Gemälde der großen und auch der unbekannten niederländischen Maler, und schließlich die alles vereinende Gegenwartsebene.
Besonders begeistert hat mich die historische Ebene und das Schicksal der Sara de Vos, aber auch die 50er Jahre-Story mit dem etwas drögen Marty de Groot, der eigentlich besser dran ist ohne das Bild, der sich aber dann in eine Geschichte verstrickt, die ihn zu einem doch eher miesen Burschen macht. Nicht zuletzt beinahe eine Seltenheit: zwei starke Frauenfiguren, die trotz großer Widrigkeiten und Rückschläge ihren Weg konsequent gehen.
Also lasst euch nicht vom Klappentext abschrecken, lest einfach mal rein. Kann ich nur empfehlen!

ISBN 9783550081873

Erschienen im Ullstein Verlag, März 2017
Aus dem Englischen übertragen von Sabine Roth
Originaltitel: The last Painting of Sara de Vos
350 Seiten, gebunden

€ 20,00

P.S. Passt gerade sehr gut: Bücher über Kunst.

Kategorien: Belletristik, Englische Literatur, Geschichte, Historischer Roman, Uncategorized | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Wenn aus deiner Heimat eine Todeszone wird – 31 Jahre Tschernobyl und kein bisschen weiser

Heute vor 31 Jahren kam es im damals sowjetischen Atomkraftwerk in Tschernobyl zum Größten Anzunehmenden Unfall. In einem der Reaktoren ereignete sich eine Explosion, die alle bisher dagewesenen Störfälle in den Schatten stellte. Im Endeffekt machte Sie aus einer blühenden Stadt und den umliegenden Gemeinden verseuchtes Gebiet, eine Todeszone. Die Bevölkerung wurde vorerst im Dunkeln gelassen, viel zu spät begann man mit Evakuierungen. Und dass dann auch, ohne die Bevölkerung entsprechend zu informieren, die meisten gingen davon aus, nach wenigen Tagen zurück in ihre Wohnungen und Häuser gelassen zu werden. Daraus wurde dann ein niemals mehr.

Doch soll man niemals nie sagen, denn einige sind die Armut und Fremde leid, die die Umsiedlung bei vielen mit sich brachte, und kehren in ihre leerstehenden Häuser und Höfe zurück. Lange war das Gebiet schwer bewacht und an eine Rückkehr nicht zu denken, doch in den letzten Jahren hat wohl auch die Regierung das Interesse an der sogenannten Todeszone verloren und die Kontrollen sind recht lasch geworden.

Ich habe jetzt hier einige Bücher zu diesem grausigen Jubiläum zusammengestellt, die auf die eine oder andere Weise von eben diesen Rückkehrern erzählen:

baba

(c) Kiepenheuer & Witsch

Da ist zum einen die schmale aber umso anrührendere Geschichte der Baba Dunja (<-Leseprobe)von Alina Bronsky. Baba Dunja ist nach langen Jahren wieder in ihr Haus zurückgekehrt und lebt mit einem kleinen Grüppchen Alter wieder in ihrem Dorf. Als ein Fremder ins Dorf kommt, verwickeln sich die Dörfler in ein Verbrechen und Baba Dunja wird bis zum Äußersten gehen um die kleine Gemeinschaft zu schützen. Tolle Geschichte um die zähe und unglaublich liebenswürdige Baba Dunja und ihre doch sehr eigenen Dörfler in der Todeszone. Kleines, schmales Buch, mit großem, dicken Nachhall. Besonders empfohlen sei hier noch das Hörbuch, eingelesen von Sophie Rois.

Ein Buch, dass ich vor einiger Zeit schon einmal vorgestellt habe, ist ‚Die andere Hälfte der Hoffnung‘. Hierin erzählt Mechthild Borrmann von Walentyne,

hoffnung

(c) Droemer

die ebenso wie Baba Dunja in die verbotene Zone zurückgekehrt ist, dort aber weitestgehend allein lebt. Sie wartet auf Nachricht von ihrer Tochter, die nach Deutschland zum Studieren gegangen ist und sich jetzt schon seit einiger Zeit nicht bei ihr gemeldet hat. Walentyna beginnt nun ihre Geschichte in ein abgewetztes Notizbuch zu schreiben, wie sie als junge Frau nach Prypjat kam, dem aufstrebenden modernen Städtchen der Zukunft und wie innerhalb so kurzer Zeit der Tod kam. Borrmann erzählt hier parallel auch die Geschichte der Tochter (Achtung Spoiler!), die eine Geschichte um Menschenhandel  und Prostitution ist, und gleichzeitig aber auch eine Geschichte der Nächstenliebe. Hier gibt’s eine kleine Leseprobe.
Nach dem Geiger ist dies mein liebstes Buch von Mechthild Borrmann – die übrigens nächste Woche im Osiander Neustadt mit ihrem neuesten Buch zu Gast sein wird.

 

prypjat

(c) Egmont

Und schließlich eine Graphic Novel (jetzt hätte ich hier beinahe Graphic Nobyl geschrieben) mit dem Titel, der seit jenem 26. April 1986 ein Synonym für all die Gefahren und Risiken der Atomkraft geworden ist, die bis heute immer noch viel zu viele ignorieren oder totschweigen wollen Tschernobyl – Rückkehr ins Niemandsland.
In beeindruckenden, teils bewegenden Bildern wird die Geschichte dreier Generationen einer Familie erzählt, deren Schicksal in symbolischer Weise vom GAU im Kraftwerk bestimmt wurde. Eine fiktive Geschichte, die sich aber aus zahllosen Fragmenten wahrer Schicksale zusammensetzt. Die erste Episode erzählt von einem alten Ehepaar, das zurück kommt in die Todeszone um hier die letzten gemeinsamen Jahre auf vertrautem Boden, in auf der verseuchten Heimaterde zu verbringen und zu sterben, nicht unähnlich den beiden anderen Geschichten. Die Frau wird bald schwer krank und das Fieber bringt die traumatischen Ereignisse der Vergangenheit wieder an die Oberfläche.
Die zweite Episode nimmt die Kinder der beiden in den Fokus, die als junges Paar in der aufstrebenden Stadt leben, er arbeitet im Kraftwerk und Sie ist schwanger. Hier wird die Ahnungslosigkeit der Bevölkerung besonders hervorgehoben und wir erfahren einiges über das Vorgehen der Behörden und über den Einsatz der später als Liquidatoren bezeichneten Soldaten, die zum Einsatz im verstrahlten Gebiet abkommandiert wurden und auch für die Evakuierungen der Bevölkerung zuständig waren.
Und schließlich die Geschichte von Yuri, dem Enkelsohn, der erst mit seiner schwangeren Mutter evakuiert wird und dann von ihr getrennt wird, da sie als Schwangere eine besondere Untersuchung erfährt. Beide werden im lange im Ungewissen gelassen über das Schicksal des Vaters, der zum Unglückszeitpunkt noch im Kraftwerk war und schreckliche Verbrennungen erlitten hat.
Während auf der Straße trotz allem die großen Feierlichkeiten zum 1. Mai durchgeführt werden, sterben in den Krankenhäusern der Umgebung die verseuchten Mitarbeiter an ihren grausamen Verletzungen.
Oft kommen die Bilder ganz ohne Wörter aus und erzählen doch Bände vom Leid der Menschen. Sicher keine leichte Lektüre, aber eine wichtige und aufrüttelnde. Mehr noch als die anderen beiden Titel, bei denen  die eigentlichen Geschehnisse eingebettet sind in einen Plot, wird hier das unmittelbare Ereignis und die Auswirkung auf eine betroffene Familie erzählt und nicht viel Beiwerk dazu.

Tschernobyl war nicht der erste Unfall in einem Kernkraftreaktor und leider auch nicht der letzte. Leider sind viele Menschen immer noch erfahrungsresistent. Man kann das beinahe täglich beobachten, nicht zuletzt anhand der maroden und extrem unsicheren Reaktoren in Belgien und Frankreich, die blinden Auges weiter betrieben werden. Und fast noch unglaublicher – es werden tatsächlich nach wie vor neue Kraftwerke geplant und auch gebaut!
Brrr, da darf man gar nicht anfangen im Internet zu suchen…grauslich.

Diesen Artikel verbinde ich direkt mal noch mit dem Aufruf: Ihr habt es selbst in der Hand, der Strommarkt ist ein offener Markt, ihr könnt selbst wählen, wer euer Geld bekommt und damit auch ein stückweit die Energiepolitik von morgen. Es gibt mehrere Anbieter, die ausschließlich saubere Energie anbieten. Und wie bei so vielem ist die billigste Lösung nicht immer die beste.

P.S. Eine weitere Empfehlung, die die Geschichte der Atomkraft mit all ihren Facetten erzählt ist das umfangreich informative und spannend geschriebene Buch Atom von Stephanie Cooke. Passenderweise habe ich dazu vor genau einem Jahr etwas geschrieben.

Kategorien: Belletristik, Deutsche Literatur, Geschichte, Horror, Krimi, Politik, Sachbuch, Uncategorized | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Veranstaltungstipp: Talk Noir kommt nach Stuttgart!

Zwar keine Lesung, dafür kostet’s aber auch nicht knapp 30€, wie Simon Beckett bei den Kriminächten. Auf jeden Fall sicher eine Knaller-Krimi-Veranstaltung in Stuttgart, wenn das mal nichts ist!

Die dunklen Felle

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Ich ärgere mich ja oft darüber, dass der Süden Deutschlands, zumindest die schwäbische Hälfte, mit kriminell-literarischen Veranstaltungen unterrepräsentiert ist. Klar, auch hier gibt es Lesungen, doch die Krimi-Autoren, die mich so richtig, richtig dolle interessieren, verirren sich kaum in den Südwesten.

Just gerade wieder geschehen, denn ich bedaure es sehr, dass Stuttgart auf der Lesereise, die der Litradukt Verlag für Gary Victor organisiert, der Südwesten als blinder Fleck zurückbleibt. Die nächsten Stationen wären Mainz oder Augsburg – für mich allerdings beides nicht unter zwei Stunden Fahrtzeit zu erreichen (ohne Stau!). Und ein wenig ärgere ich mich über mich selbst, denn aus Versehen habe ich vor einigen Monaten eine Mail erhalten, in dem diese Lesereise organisiert wurde und Partner gesucht wurden. Ich habe die Mail falsch gelesen und das hat sich bereinigt, aber im Freundeskreis wurde ich gefragt, warum ich denn nicht nach einer Wohnzimmerlesung gefragt habe. Und…

Ursprünglichen Post anzeigen 807 weitere Wörter

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Schnell, ein Tausendseiter

leben

(c) Hanser

Es gibt Schriftsteller und Schriftstellerinnen, die schreiben dicke Bücher und erzählen uns eigentlich nichts. Und dann gibt es die, die auf knapp über 100 Seiten eine Geschichte, die so tief geht, so voller kleiner bemerkenswerter Dinge ist, dass man am Ende das Gefühl hat, einen Tausendseiter gelesen zu haben. So ging es mir bei Robert Seethaler und so passierte es jetzt auch bei Sylvie Schenk, die uns in diesem schmalen Band ihre Geschichte erzählt.

Es ist die Geschichte der jungen Louise, die vom Land in die große Stadt Lyon kommt, um dort zu studieren, nicht ganz ohne Widerstände. Denn es sind die 60er Jahre und Frauen an der Universität sind noch nicht ganz so selbstverständlich, wie man vielleicht meint.
Es entstehen die ersten tiefen Freundschaften, ja es sind sogar Ausländer unter ihren Freunden, ein Chinese von den Philippinen, ja gar ein Deutscher.

Nach einer kurzen Leidenschaft mit einem französischen Mitstudent, der seine Eltern im Krieg verloren hat und ein akribischer Aufzeiger und Erinnerer der dunklen deutschen Vergangenheit ist, verliebt sich die Louise tatsächlich in den Deutschen. Dass davon nicht nur ihr Verflossener, sondern auch ihre Eltern schockiert sind, ist leicht vorstellbar, der Krieg und das Elend sitzen tief.

Doch gegen alle Widerstände heiraten die beiden und Louise zieht es nach Deutschland, nicht ohne vorher auf die dunkle Vergangenheit des Schwiegervaters gestoßen worden zu sein, den hochgebildeten Mann, den sie doch so verehrt. Doch entgegen aller Widrigkeiten will sich Louise nicht unterkriegen lassen, sich behaupten, denn:

‚Die Heimat besteht nicht aus Ländern und Städten, sondern aus Menschen die man liebt.‘

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, mich mit diesem Buch zu beschäftigen, doch hörte ich dann das Hörbuch auf dem täglichen Weg zur Arbeit und war schnell gefangen von dieser Lebensgeschichte. Nicht zuletzt lag das sicher an der eindringlichen Erzählweise, ist das Buch doch komplett in der zweiten Person geschrieben. Sicher etwas gewöhnungsbedürftig, doch bist du dadurch praktisch die Person um die es geht. Du erzählst dir diese Geschichte, dieses Leben. Du musst dich darauf einlassen, denn diese Art des Erzählens ist nicht die bekannte, die du in 95% der Romane antriffst, doch es lohnt sich allemal.

Dass es zu großen Stücken das Leben der Sylvie Schenk ist, welches hier erzählt wird, lässt sich der Biografie der Autorin entnehmen und beeindruckt umso mehr, wenn man die Autorin einmal erlebt hat.

Einhundertsechzig Seiten, ein Leben, im Schnelldurchgang, mit Tiefgang. Ein Buch das ich euch sehr ans Herz legen möchte. Umso mehr, als dass es ja aus meinem eigentlichen Leseschema ein bisschen ausbricht. Die 16€ für dieses Hardcover sind praktisch geschenkt, sind doch da über 1000 Seiten drin versteckt und es ist definitiv ein Buch, das hängenbleibt.

ISBN 9783446253315 – 16,-€
eISBN 9783446254190 – 11,99€
Hörbuch
9783864843952 – 19,99€

Erschienen im Hanser Verlag, Juli 2016
160 Seiten, gebunden

 

Kategorien: Belletristik, Biographie, Deutsche Literatur, französische Literatur, Geschichte | Schlagwörter: , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Bauernopfer für die Entmündigung

1000augen

(c) Droemer

Nächste Woche wird ja bekanntlich der neue König von Amerika gekrönt, sicher ein Grund, sich mit entsprechenden Büchern zu unterhalten. Wenn es noch dazu eine Art Happy-End gibt, ist der Eskapismus zumindest grob bedient und wir können beruhigt schlafen gehen. Naja, eine Woche noch.

Das Buch, welches ich am Montag buchstäblich verschlungen habe (vormittags gestartet, abends beendet) ist klar beeinflusst von einem der prägenden Männer unserer Generation: Edward Snowden (ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass der Snowden-Skandal einmal mit Dreyfus auf einer Stufe behandelt werden wird).

‚Das Haus der Tausend Augen‘ ist schon mal ein ziemlich reißerischer Titel, aber er hat schon seine Berechtigung. Es geht um ein Bauernopfer, wie der Titel schon sagt. Gary Golay ist der stellvertretende Stabschef im Weißen Haus und in dieser Funktion verantwortlich, ein Gesetz zur Einschränkung der Überwachung und dem möglichen Missbrauch der gesammelten Daten durch den Kongress zu bringen. Durch gute Lobbyarbeit ist es ihm gelungen, eine Mehrheit für das Gesetz zu gewinnen. Doch „wenn sein Gesetz tatsächlich den Kongress passiert hätte, hätten eine Menge Leute eine Menge ihrer Macht abgeben müssen. Noch niemals in der Geschichte der Menschheit hatten machtbewusste Menschen Einschnitte hingenommen, ohne etwas dagegen zu unternehmen„. Also soll Gary beseitigt werden. Durch wilde Verknüpfung von gesammelten Geheimdienstdaten, Zurechtbiegung und Frisieren von Fakten, wird Gary ein Mord in die Schuhe geschoben und er ist von einem auf den anderen Tag ein Schwerverbrecher und Gejagter.
Verzweifelt verucht er sich zu entlasten und bekommt dabei sogar die Hilfe eines Whistleblowers.

Das Buch ist dermaßen temporeich und spannend geschrieben, dass ich leider an diesem Montag zu gar nichts anderem gekommen bin, als dieses Buch zu lesen. Vielleicht bin ich aber auch einfach sehr empfänglich für gut geschriebene Krimi-Unterhaltung mit aktuell-politischem Bezug. Es passt auch perfekt, dass ich derzeit die Serie ‚Designated Survivor‚ schaue, die ein doch sehr verwandten Plot hat. Für mich passte hier einfach alles zusammen. Knaller!

Ergänzend sei noch hinzugefügt, dass Ben Berkeley zwar ein amerikanischer Autor ist, allerdings ein Sohn deutscher Einwanderer und auch auf deutsch schreibt, und daher eine sehr europäische Sichtweise auf das Thema Überwachung hat. Bezugnehmend auf ein Zitat von Keith Alexander, Direktor der NSA interpretiert er:

Die Maßgabe war es, den größtmöglichsten Heuhaufen anzulegen, um in Zukunft möglichst viele Nadeln finden zu können.

Aus unserer Nach-Wahl-Sicht würde das Buch wohl einige Kapitel früher enden, so aber bekommen wir noch ein recht versöhnliches Ende serviert, bei dem paradoxerweise sogar mit Trumps Slogan gespielt wird (das Buch ist Anfang 2015 erschienen):

Wir haben uns heute hier versammelt, um die Angst zu besiegen. Wir haben uns heute hier versammelt, weil wir einen gemeinsamen Glauben haben. Den Glauben, dass Amerika besser ist als die Summe seiner Teile. Den Glauben, dass Amerika größer ist als die Länge seiner Grenzen, größer als die Höhe seiner Gebäude.

Heute würde man vielleicht eher sagen, dass die Angst nicht besiegt wurde, sondern gesiegt hat.

Das Haus der Tausend Augen – Ben Berkeley

ISBN 9783426304228

Erschienen im Verlag Droemer-Knaur, März 2015
442 Seiten, Klappenbroschur

€ 14,99

Kategorien: Deutsche Literatur, Geschichte, Krimi, Politik, politthriller, Thriller | Schlagwörter: , , , , , , , , , , | 5 Kommentare

Cut my life into pieces

leavitt

(c) Beltz

Ein Buch über Alzheimer, noch dazu ein Sachbuch, ist nichts, was normalerweise auf meiner Leseliste landet. Doch dieses hier ist in eine Ausnahme, denn es ist in grafischer Form erzählt.
Zuerst sind es die kleinen Dinge, abgetan als normale Vergesslichkeit. Man kennt das aus so ziemlich jeder Geschichte zum Thema Alzheimer. Die Angst, das Verleugnen. Doch als klar wird, dass ihre Mutter an Alzheimer erkrankt ist, beschließt Sarah Leavitt das Voranschreiten der Krankheit zu dokumentieren. Doch daraus wird viel mehr, es wird nicht nur die Geschichte einer kranken Frau, sondern ebenso das Porträt einer Familie, die vor die schwierigste aller Aufgaben gestellt wird, das langsame Verschwinden eines geliebten Menschen zu begleiten, der doch physisch immer noch in ihrer Mitte ist, und das ganze ohne dabei selbst zu zerbrechen.

Mit dünnem Strich und ohne viel Schnickschnack erzählt Leavitt von der Jugend der Mutter und deren zwei Schwestern, die unzertrennlich sind, ganz im Gegensatz zu ihr selbst und ihrer Schwester, die eher wie Öl und Wasser sind.

Es sind vor allem die kleinen Episoden, die dieses Buch so sympathisch machen und es von den reinen Krankheitsberichten abhebt (neben der grafischen Umsetzung natürlich). Etwa als die Schwestern mit der Mutter im Regen stehen, mit offenem Mund und herausgestreckter Zunge. Oder wie Sarah beim Anblick der Haarknäuel (tangles) ihrer Mutter und der Tante im Badezimmer beinahe in Tränen ausbricht.

Beeindruckend, wie die Familie sich um die Mutter kümmert und dabei ganz offensichtlich an ihre Grenzen stößt. Das führt unter anderem dazu, dass sich der Vater eine Auszeit nimmt und für einige Zeit nach Mexiko reißt, um dem täglichen ‚Wahnsinn‘ zu entfliehen.
Bis fast zum Ende verweigert sich die Familie professioneller Hilfe und nimmt die Pflege ausschließlich in die eigenen Hände, auch wenn das eigene Leben unweigerlich darunter leidet.
Wäre jeder von uns dazu auch in der Lage. Wäre ich dazu in der Lage?, fragte ich mich immer wieder bei der Lektüre.
Das Ende las ich schließlich mit unvermeidlich feuchten Augen.

Ein beeindruckender Bericht; gewagt und – gelungen.

Das große Durcheinander – Sarah Leavitt
ISBN 9783407859686

Erschienen im Beltz Verlag, März 2013
Aus dem Englischen übertragen von Andreas Nohl
Originaltitel: Tangles: A story about Alzheimer’s, my mother and me
128 Seiten, gebunden

€ 19,95

Kategorien: Graphic Novel, Nordamerikanische Literatur, reportage, Sachbuch | Schlagwörter: , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

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